Für Informationen und Kursanmeldungen:

Kneipp-Verein Lübbecke e. V.
 

Gudrunstraße 11

32312 Lübbecke

Kneipp Gesundheitstipps

 

Nachfolgend haben wir für Sie ein paar Gesundheitstipps zusammengestellt, die leicht in den Alltag zu integrieren sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Anwendung.

Was Taulauf und Immunsystem verbindet:

 

Schnell- und Tiefenwirkung bei vielen Beschwerden:

Ein Akt der Freiheit:

 

Eine Broschüre des Kneipp-Bundes mit vielen Tipps zum Wohlfühlen:

Kneipp'sche Lehre

10 Regeln gesunder Lebensweise – Im Sinne von Sebastian Kneipp

 

(Prof. Dr. med. H.-D. Hentschel)

 

  1. Beginne den Tag mit fröhlichem Herzen, bewahre Gelassenheit und Zufriedenheit.
     

  2. Mache Dir täglich auf einfachste Weise Bewegung. Dabei sollten Gymnastik, Gehen und Wandern, auch Dauerlauf, Radfahren und Schwimmen obenan stehen. Übe stets unverkrampft und nicht im Hetztempo.
     

  3. Härte Dich durch regelmäßige und einfache Anwendungen ab. Nimm Luftbäder, mache Trockenbürstungen und Wasseranwendungen: Waschungen, Güsse, Teilbäder und Vollbäder mit Kräuterauszügen.
     

  4. Pflege Deine Gesundheit mit Hilfe der Heilpflanzen. Tees, Säfte und Arzneien aus ungiftigen Pflanzen sind dazu besser geeignet, als chemisch-synthetische Mittel.
     

  5. Ernähre Dich mäßig, dabei so natürlich und vollwertig wie möglich. Statte Deine tägliche Nahrung vor allem mit pflanzlicher Frischkost und Vollkorn-Produkten aus. Trinke reichlich Wasser, Säfte und Kräutertees.
     

  6. Sei sparsam mit Eiern, Fett, fettem Fleisch, sowie Fleischprodukten. Meide Kochsalz, Zucker und Süßigkeiten. Halte Dich zurück im Genuss alkoholischer Getränke. Sei oder werde Nichtraucher.
     

  7. Verrichte Deine Arbeit mit Freude und Eifer.
     

  8. Achte auf einen ausgewogenen Wechsel zwischen körperlicher Aktivität und Ruhe, Wachen und Schlafen. Gestalte Deine Freizeit und Ferien sinnvoll.
     

  9. Übe Deinen Geist durch besinnliche Gespräche, Schreiben und Lesen guter Literatur, gehe häufig Deiner Lieblingsbeschäftigung nach.
     

  10. Übernimm Aufgaben in der Familie und diene dem Gemeinwohl. Achte und schütze Deine Umwelt. Halte Ordnung in Deinem Inneren. Lebe natürlich und bescheiden. Liebe Deinen Nächsten.

SEBASTIAN KNEIPP
1821 – 1897

„Mit 23 Jahren, vom einfachsten Landleben her stammend, die Schulbank mit Vierzehnjährigen, das Schulleben gewöhnten, zu teilen; als Landweber und Bauernknecht den intellektuellen Anforderungen eines humanistischen Gymnasiums alten Stils zu genügen; ständig unterernährt; sich allen Freuden der Jugend zu entsagen - das ist des Studenten Kneipp Alltag.“

 

1852 wird Sebastian Kneipp zum Priester geweiht. 1880 übernimmt er die Pfarrstelle in Wörishofen. 1886 erscheint sein erstes Buch „Meine Wasserkur“.

 

„Zusammengedrängt auf nur noch weniger als 10 Lebensjahre ist die Ruhmeszeit seines Namens und seiner Kurmethode gekennzeichnet vom Einsatz und der Formierung der Kneippschen Ärzte, von der Gründung der Kneipp-Organisationen mit den „Kneipp-Blättern“ und dem „Kneipp-Kalender“, dem „Zentralblatt für das Kneippsche Heilverfahren“, weiterhin von der Durchführung der großen Baupläne „Sebastianeum“, „Kinder-Asyl“, „Kneippianum“, von den mehr als 30 Vortragsreisen quer durch Europa und nicht zuletzt von der Hektik der Umstellung Wörishofens auf den internationalen Fremdenverkehr.“

 

(J. M. Mariafai / W. Kostenbader : „Sebastian Kneipp“)

„Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt.“ 

Sebastian Kneipp

 

Die Kneipp'sche Lehre entstand aus Kneipp's grundlegender Überzeugung des Zusammenhangs und Zusammenspiels von Körper, Seele, Geist und der Kraft aus der Natur.

 

Mit Hingabe trug er altes naturheilkundliches Wissen zusammen und entwickelte über Jahre eine ganzheitliche Lehre, die bis heute als wegweisend für natürliche Heilmethoden und Präventivmedizin steht.


Der erste Mensch, der durch die Kraft dieser Lebensweise von seinen Leiden befreit wurde, war Kneipp selbst. Er litt unter Tuberkolose, einer Krankheit, die Mitte des 19. Jahrhunderts für die meisten Menschen tödlich endete.

 

Die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben, als ihm ein Buch über Wasserheilkunde in die Hände fiel. Er folgte dem Buch und badete auch im Winter wieder und wieder in der eiskalten Donau, im Vertrauen auf die Kraft der Natur.

Der damalige Theologiestudent überlebte und erforschte fortan die Lebenskraft und Methoden zur Heilung und Gesundhaltung.

Auch wenn er sowohl damals als auch heute als Wasser-Papst in den Köpfen der Menschen verankert ist, geht seine Lehre über Wassertreten oder Blitzgüsse hinaus.

 

Kneipp widmete sich der Heilkräuterkunde und übermittelte den Menschen den richtigen Umgang mit sich selbst: ihrem Seelenleben, ihrer Ernährung und ihrer körperlichen Betätigung.

 

Die 5 Element der Kneipp'schen Lehre

Aus der ursprünglichen Wasser- und Kräuterheilkunde entstand ein anerkanntes Naturheilverfahren, das auf den fünf Elementen Wasser, Heilpflanzen, Bewegung, Lebensordnung und Ernährung basiert.

FLIESSEND – Lebenselixier Wasser

Hydrotherapie „das Beste ist das Wasser“

Wasser ist ein idealer Träger von Wärme und Kälte sowie chemischer und mechanischer Reize. Im Mittelpunkt der sogenannten Hydrotherapie, der berühmten "Kneipp-Kur", stehen deshalb wohltuende Anwendungen mit warmem und kaltem Wasser. 

 

Die von Kneipp entwickelten Wärme- und Kältereize bilden ein fein differenziertes, individuell anpassbares System in Form von Waschungen, Güssen, Kräuterbädern, Taulaufen und Wassertreten, die den Organismus zu positiven regulierenden Reaktionen führen. Sie regen den Kreislauf an und steigern die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Kneipp'schen Güsse wurden ebenso wie das von Kneipp propagierte Wassertreten weltberühmt. 

NATÜRLICH – Pflanzenkraft

Phytotherapie „Wohltäter ohne Nebenwirkungen“

Die Lehre der heilenden Wirkungen ausgesuchter Kräuter und anderer Pflanzen beruht auf Jahrtausende alten Erfahrungen. Hoch dosierte Pflanzenextrakte in weitestgehend naturbelassener Form sind die Basis für wirksame Heilung und aktiven Gesundheitsschutz.

Die empfohlene Anwendung von Heilkräutern, innerlich in Form von Tee und Saft, äußerlich in Form von Salben, Ölen, Einreibungen oder Zusätzen zu Wickeln und Bädern, konnte in ihrer Wirksamkeit dank neu geschaffener Nachweisverfahren objektiviert werden. Sie kann vorbeugend und heilend dem Organismus helfen. Kneipps Rezepte haben sich für äußere Schönheit und inneres Wohlbefinden bewährt.

 

VITAL – Aktive Bewegung

Bewegungstherapie „den eigenen Rhythmus finden“

Als einen wichtigen Aspekt im Zusammenspiel der Elemente bewertet Kneipp die körperliche Bewegung. Diese trägt entscheidend zu einem ganzheitlich ausgewogenen Lebensstil bei.

Regelmäßige körperliche Betätigungen in möglichst freier Natur sind ideal. Leichte Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Radfahren sowie Training ohne Leistungsdruck unterstützen die natürliche Widerstandsfähigkeit ebenso wie das Wohlbefinden. Vorbereitend und unterstützend dazu die Massagetherapie – bleibt unerlässlich. Sie trägt vor allem dazu bei, das Herz-Kreislauf-System zu stärken, die vegetativen Funktionen zu harmonisieren und die Psyche zu entspannen.

RUHIG – Innere Balance

Ordnungstherapie „in der Ruhe liegt die Kraft“

Im Gleichklang mit dem Körper und der Natur: Das bedeutet auch, sich nach Momenten der Belastung bewusste Entlastung zu gönnen. Lebensordnung und Gesundheitsbildung muss als wichtigster Bestandteil der Kneipp`schen Lebens- und Heilweise angesehen werden. Sie umfasst eine ausgewogene, natürliche Lebensführung, die der Einheit von Körper, Geist und Seele gerecht wird.

 

Über die physischen und psychischen Belange des einzelnen Menschen hinaus ruft die Ordnungstherapie auch zur Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe und zum Streben nach sozialer und ökologischer Ordnung.

Das innere Gleichgewicht zu stabilisieren heißt, mit sich im Reinen zu sein, Ruhe und Stille zu empfinden, zu genießen und sich ganz gezielte Auszeiten zu nehmen. Nur so kann der Körper Kraft tanken und die nötige Abwehr gegenüber äußeren Einflüssen sammeln.

GESUND – Bewusste Ernährung

Ernährungstherapie „einfach und ausgewogen“

Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ergänzt den ganzheitlichen Ansatz. Die von Kneipp gelobte „einfache, nahrhafte Kost“ ist, im Einklang mit den heutigen Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre, eine hochwertige, naturgerechte Vollkost ohne Einseitigkeiten und bildet auch die Basis für verschiedene Diätformen, wie Kranken-, Reduktions- und Schonkost.

 

Kneipp ging es jedoch nicht um strenge Diäten, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst fettarmen Nahrungsmitteln. Da Essen und Trinken aber von zentraler Bedeutung für Lebensfreuden sind, sollen die Mahlzeiten auf jeden Fall gut schmecken.